Wintergemüse - Steckrübe, Pastinaken und Co.


Steckrübe:

Ein typisches Wintergemüse In den Handel kommen meist nur wenige Sorten wie die "Wilhelmsburger" mit orange-gelbem Fruchtfleisch. Da gelbliche Sorten intensiver schmecken, werden weiße Steckrüben überwiegend als Tierfutter angebaut. Das typische Wintergemüse hat von September bis in das Frühjahr Saison. Die bis zu 1,5 Kilogramm schweren, runden oder ovalen Knollen haben eine kräftige helle bis rötliche Schale, die vor der Zubereitung großzügig entfernt werden muss. Dann wird die Rübe meist in kleine Würfel oder Streifen geschnitten und gedünstet. Weit verbreitet sind Eintöpfe, häufig in Kombination mit Kartoffeln. Geraspelt kann das süßliche Fruchtfleisch auch als Rohkost serviert werden. Beim Kauf sollte man kleinere, pralle Knollen mit einer möglichst glatten Haut bevorzugen. Vitaminreich und kalorienarm Neben Kohlenhydraten - teils als Zucker - enthalten Steckrüben größere Mengen Vitamin C, Beta Carotin und Calcium. Zum größten Teil besteht die Knolle jedoch aus Wasser und gilt daher als kalorienarm. 100 Gramm enthalten rund 30 Kilokalorien und sind nahezu fettfrei. Zum Vergleich: Kartoffeln bringen es auf knapp 70 Kilokalorien.

Pastinaken:

Bis vor wenigen Jahren war sie bei uns fast vergessen, heute liegt die Pastinake wieder im Trend. Das leicht süßlich-nussig schmeckende Wurzelgemüse war schon bei den alten Römern beliebt und zählte bis ins 18. Jahrhundert zu den wichtigsten Nahrungsmitteln. Erst mit dem Siegeszug der Kartoffel nahm die Bedeutung der Pastinake stark ab. Heute findet sie sich während der Saison von Oktober bis hinein ins Frühjahr wieder auf jedem Wochenmarkt und mittlerweile auch in vielen Supermärkten. Pastinaken sind gesund und leicht bekömmlich Die kegelförmigen, cremefarbigen Knollen verbessern durch die kalten Temperaturen im Herbst und Winter ihr Aroma und werden noch einmal milder und süßer. Äußerlich ähneln sie der Petersilienwurzel, die allerdings meist deutlich dünner ist und ausgeprägt würzig nach Petersilie schmeckt. Pastinaken sind reich an Kohlehydraten, Mineralstoffen wie Eisen und Zink sowie an B-Vitaminen. Weil Pastinaken auch für empfindliche Mägen sehr leicht bekömmlich sind, sind sie als Babynahrung sehr beliebt. Pastinaken roh essen, frittieren oder dünsten. Pastinaken lassen sich sehr vielseitig verwenden und können ähnlich wie Karotten zubereitet werden, sind aber schneller gar. Sie schmecken gedünstet mit etwas Butter oder Öl, als feine Suppe, frittiert oder auch knusprig gebacken als Ofengemüse. Zusammen mit Kartoffeln lassen sie sich hervorragend zu einem süßlichen Püree verarbeiten. Vor der Zubereitung am besten mit einem Sparschäler schälen, dann waschen und je nach Verwendungsart in Scheiben oder Stifte schneiden. Geraspelt schmecken Pastinaken auch als Rohkost in Salat.

Rote Beete:

Sie ist unscheinbar, steckt aber voller Überraschungen: die Rote Bete. Als eigentlich urdeutsches Gemüse führt sie zu Unrecht seit Jahren ein Schattendasein. Forscher aus England und den USA sind der gesunden Wirkung der blutroten Knolle auf der Spur - und machten interessante Entdeckungen. Probanden, die Rote Bete-Saft für eine Studie tranken, hatten schon wenige Stunden später einen niedrigeren Blutdruck. In einer weiteren Studie zeigten Altersforscher, dass der Saft bei älteren Menschen die Durchblutung des Gehirns sichtbar verbessert – ein Schutz vor Demenz? In einer dritten Studie verhalf ein halber Liter Rote Bete-Saft Radfahrern zu mehr sportlicher Ausdauer: Sie hielten durchschnittlich 15 Prozent länger ihr Tempo. Rote Bete enthält viel Nitrat Nitrat im roten Saft soll für die immense Wirkung der Roten Bete verantwortlich sein. Eigentlich ist Nitrat wenig geschätzt: Es ist unter anderem ein Nebenprodukt von zu viel Düngemittel, kommt aber auch in vielen Gemüsesorten natürlich vor: Vor allem Salate, Spinat und Rote Bete haben extrem hohe Nitratwerte. Und weil Nitrat als schädlich gilt, vor allem für Babys, gibt es Grenzwerte für Nitrat in Lebensmitteln. Nitrat wird im Körper zu 25 Prozent in Nitrit umgewandelt, das sich zu Nitrosaminen umwandeln kann und als krebsauslösend gilt. Die neuen Erkenntnisse zur Roten Bete zeigen, dass Nitrat im Körper auch zu Stickstoff umgewandelt wird, der die Blutgefäße erweitert, so den Blutdruck senkt und allgemein zu einer besseren Durchblutung führt. Viele Vitamine enthalten Trotzdem raten Ernährungsexperten davon ab, den roten Saft gleich literweise zu trinken - aber öfter mal Rote Bete zu essen ist gesund, weil es viele andere gesunde Substanzen enthält. Wie zum Beispiel eine ganze Reihe der Vitamin B-Familie – darunter auch Folsäure - die wichtig für die Blutbildung sind. Das dazu ebenfalls nötige Eisen liefert die Rote Bete gleich mit. Ihre dunkelrote Farbe verdankt die Rübe dem Farbstoff Betazyan - eine Substanz, die nicht nur die Immunabwehr steigert, sondern nachweislich auch bei der Krebsabwehr eine Rolle spielt. Auch färbt es Hände und Urin - beides geht aber wieder weg. Trotz allem ist die Rote Bete hierzulande nicht sehr beliebt. Viele kennen sie vermutlich nur als Fertig-Salat aus dem Glas oder zusammen mit eingelegten Heringsstückchen.


#kohlenhydratearm #Gemüse

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